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22. Juli 2026

Bregenzer Festspiele eröffnen ihre 80. Saison mit Verdis „La traviata“

Mit einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „La traviata“ beginnen am 22. Juli die Bregenzer Festspiele. Zum Auftakt der 80. Festspielsaison verwandelt sich die Seebühne am Bodensee erneut in einen außergewöhnlichen Opernschauplatz. Bis Ende August stehen 28 Aufführungen auf dem Programm und eröffnen einen Festspielsommer, der das Jubiläum des Festivals mit einer neuen Produktion verbindet.

Von der Redaktion Opernreiseführer

"La Traviata" auf der Seebühne in Bregenz
"La Traviata" auf der Seebühne in Bregenz | © Anja Köhler

Am 22. Juli starten die Bregenzer Festspiele in ihre 80. Saison. Erstmals wird Giuseppe Verdis „La traviata“ auf der berühmten Seebühne gezeigt. Die Oper erzählt die Geschichte der Pariser Kurtisane Violetta Valéry, deren Liebe an den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit scheitert. Mit ihren großen Chorszenen, lyrischen Arien und ihrer dramatischen Handlung zählt „La traviata“ bis heute zu den meistgespielten Opern der Welt.

Die neue Seebühnenproduktion bildet den Mittelpunkt des Jubiläumsprogramms. Bis zum 23. August sind insgesamt 28 Aufführungen geplant. Das monumentale Bühnenbild orientiert sich an der Ästhetik der 1920er Jahre. Im Zentrum steht eine riesige bewegliche Spiegelkonstruktion, die sich im Verlauf der Aufführung immer wieder verändert und den Kontrast zwischen öffentlichem Glanz und persönlicher Zerbrechlichkeit sichtbar macht.

Regie führt der italienische Regisseur Damiano Michieletto, das Bühnenbild stammt von Paolo Fantin. Die musikalische Leitung teilen sich Kirill Karabits und Pietro Rizzo. Es spielen die Wiener Symphoniker gemeinsam mit dem Prager Philharmonischen Chor und dem Bregenzer Festspielchor unter der Leitung von Benjamin Lack.

Neben der Seebühne rückt in diesem Jahr auch das Festspielhaus in den Fokus. Bereits einen Tag nach der Eröffnung feiert dort Leoš Janáčeks Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ Premiere. Damit verbinden die Bregenzer Festspiele erneut eine publikumswirksame Freiluftproduktion mit einer selten gespielten Oper des Musiktheaters.

Mit der ersten Seebühnenproduktion unter Intendantin Lilli Paasikivi beginnt zugleich eine neue künstlerische Phase der Festspiele. Zum 80-jährigen Bestehen setzen sie auf eine Neuinszenierung von Verdis „La traviata“ vor der Kulisse des Bodensees. Zugleich richtet sich der Blick bereits nach vorn: Die Termine für die Saison 2027 stehen fest – auch im kommenden Jahr wird „La traviata“ erneut auf der Seebühne zu erleben sein. Damit geben die Bregenzer Festspiele ihrem Publikum frühzeitig Planungssicherheit und führen die erfolgreiche Produktion mit der besonderen Verbindung von Musiktheater und Bodenseekulisse fort.