24. September 2026
Diana Damrau singt Richard Strauss in Berlin
Diana Damrau kehrt im Oktober mit Richard Strauss zur Staatskapelle Berlin zurück. Unter der Leitung von Christian Thielemann stehen die „Vier letzten Lieder“ und die „Alpensinfonie“ auf dem Programm – ein Abend, der die menschliche Stimme mit dem großen spätromantischen Orchesterklang verbindet.

Mainz/Berlin - Richard Strauss steht im Mittelpunkt des Berliner Oktobers: Diana Damrau singt am 20. Oktober in der Staatsoper Unter den Linden und am 21. Oktober in der Berliner Philharmonie die „Vier letzten Lieder“. Christian Thielemann dirigiert die Staatskapelle Berlin. Auf die vier 1948 vollendeten Lieder nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff folgt die „Alpensinfonie“ op. 64, die eine imaginierte Bergwanderung vom Morgen bis in die Nacht musikalisch nachzeichnet.
Die „Vier letzten Lieder“ gehören zu Strauss’ spätem Schaffen und verbinden Abschied, Naturbilder und die Vorstellung des Übergangs mit einer weit ausschwingenden spätromantischen Klangsprache. Damraus Sopran steht dabei nicht einer Bühnenfigur gegenüber, sondern fügt sich unmittelbar in den orchestralen Klang ein. Mit der „Alpensinfonie“ wechselt die Perspektive: Hier entwickelt Strauss die Naturerfahrung ausschließlich aus dem Orchester und entfaltet ein groß besetztes Klangpanorama mit Sonnenaufgang, Gipfelerlebnis, Gewitter und Nacht.
Thielemann verbindet damit zwei sehr unterschiedliche Seiten von Strauss’ Musik. Die Staatsoper verweist ausdrücklich auf die besondere Vertrautheit des Dirigenten und der Staatskapelle mit seinem Werk. Der Abend führt vom einzelnen gesungenen Wort zum rein orchestralen Panorama und stellt damit auch zwei Formen musikalischer Naturerfahrung unmittelbar nebeneinander.
Bereits am 19. Oktober gibt es in der Staatsoper eine öffentliche Generalprobe für Besucher unter 30 Jahren. Das reguläre Symphoniekonzert folgt am 20. Oktober um 19 Uhr an der Staatsoper; am 21. Oktober wird das Programm um 20 Uhr im Großen Saal der Philharmonie wiederholt. Die Aufführungen dauern jeweils rund eine Stunde und 50 Minuten inklusive Pause.
Mit den „Vier letzten Liedern“ und der „Alpensinfonie“ begegnen sich damit zwei gegensätzliche Klangwelten Richard Strauss’: die menschliche Stimme und das groß dimensionierte Orchester. Diana Damrau, Christian Thielemann und die Staatskapelle Berlin stellen diese beiden Perspektiven in den Mittelpunkt eines zweitägigen Berliner Strauss-Schwerpunkts.