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26. August 2026

Dresdner Kreuzchor beschließt Rheingau Musik Festival mit Mendelssohns „Lobgesang“

Zum Abschluss des Rheingau Musik Festivals 2026 treffen der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Philharmonie und ein prominent besetztes Solistenensemble in Kloster Eberbach aufeinander. Martin Lehmann dirigiert Mendelssohns „Lobgesang“ mit Julia Kleiter, Marie Henriette Reinhold und Mauro Peter.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Der Dresdner Kreuzchor
Der Dresdner Kreuzchor | © Grit Dörre

Mainz/Dresden - Ein traditionsreicher Chor, ein großes romantisches Orchesterwerk und einer der markantesten Konzertorte des Rheingaus: Mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ endet das Rheingau Musik Festival 2026 am 5. September in der Basilika von Kloster Eberbach. Der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Philharmonie und die Solisten Julia Kleiter, Marie Henriette Reinhold und Mauro Peter gestalten das Abschlusskonzert unter der Leitung von Martin Lehmann, dem Kreuzkantor des Dresdner Kreuzchores. Das Konzert ist bereits ausverkauft.

Im Zentrum steht Mendelssohns Zweite Sinfonie in B-Dur op. 52, der „Lobgesang“. Das 1840 uraufgeführte Werk verbindet sinfonische Form mit Chor- und Solopartien und bewegt sich damit zwischen Konzertsinfonie und geistlicher Kantate. Mendelssohn knüpft an die Tradition Beethovens an, entwickelt daraus jedoch eine eigene musikalische Dramaturgie: Auf den instrumentalen Beginn folgen solistische und chorische Abschnitte, in denen das Wort zunehmend zum Träger des musikalischen Ausdrucks wird.

Gerade der Dresdner Kreuzchor bringt in dieses Werk eine besondere Klangtradition ein. Die Knabenstimmen des Chores treffen auf die weit ausgreifenden Klangflächen der Dresdner Philharmonie. Der Wechsel zwischen solistischen Stimmen, mehrstimmigem Chor und Orchester prägt dabei die Architektur des „Lobgesangs“. Martin Lehmann übernimmt die musikalische Leitung und führt seinen Chor damit auch an einen Ort, dessen Architektur und Akustik den chorsinfonischen Charakter des Werkes unmittelbar erfahrbar machen.

Mit Julia Kleiter als Sopranistin, Marie Henriette Reinhold als Mezzosopranistin und Mauro Peter als Tenor ist das Solistenensemble prominent besetzt. Ihre Stimmen treten im „Lobgesang“ nicht isoliert neben den Chor, sondern übernehmen innerhalb der Sinfoniekantate eigene musikalische Perspektiven. Besonders der Tenorpart führt von den intimen solistischen Passagen in die großen chorischen Steigerungen, während Sopran und Mezzosopran den vokalen Satz um weitere Klangfarben erweitern.

Dem Abschlusskonzert gehen zwei weitere Mendelssohn-Werke voraus: die Hymne Es-Dur op. 96 sowie die Hymne „Hör mein Bitten“. Damit konzentriert sich der Abend vollständig auf die geistlich geprägte Vokalmusik des Komponisten. Die Dramaturgie führt von den kleineren vokalsinfonischen Formen schließlich zur groß besetzten Zweiten Sinfonie und lässt Mendelssohns Verhältnis von Orchester, Solostimmen und Chor in unterschiedlichen Dimensionen hörbar werden.

Der Aufführungsort verstärkt diesen musikalischen Zusammenhang. Die Basilika von Kloster Eberbach gehört zu den bedeutenden historischen Bauwerken des Rheingaus und bildet seit Jahren einen zentralen Konzertort des Festivals. Wenn der Dresdner Kreuzchor dort gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie Mendelssohns groß besetzte Chorsinfonie aufführt, treffen historische Architektur und romantische Musik unmittelbar in einem weit ausgreifenden Klangraum aufeinander.

Der „Lobgesang“ ist damit ein konsequentes Schlussstück für das Rheingau Musik Festival: ein Werk zwischen Sinfonie und Kantate, das Orchester, Solostimmen und Chor zu einer großen musikalischen Form verbindet. In Kloster Eberbach treffen Mendelssohns festliche Chormusik, die Stimmen des Dresdner Kreuzchores und der Klang der Dresdner Philharmonie aufeinander – und geben dem Festival seinen Schlussakkord.