7. August 2026
Mozarts „Così fan tutte“ kehrt mit Joana Mallwitz und Christof Loy zu den Salzburger Festspielen zurück
Mit sechs Vorstellungen zwischen dem 6. und 29. August 2026 gehört Wolfgang Amadeus Mozarts „Così fan tutte“ zu den zentralen Opernproduktionen der Salzburger Festspiele. Die Wiederaufnahme der Inszenierung von Christof Loy wird von Joana Mallwitz dirigiert und vereint einige der renommiertesten Mozart-Interpreten der Gegenwart.

Mainz/Salzburg - Vom 6. bis 29. August 2026 steht Mozarts „Così fan tutte“ sechsmal auf dem Spielplan der Salzburger Festspiele. Die Aufführungen im Großen Festspielhaus finden am 6., 11., 13., 17., 22. und 29. August statt. Mit der Wiederaufnahme kehrt eine Produktion zurück, die eng mit einer außergewöhnlichen Phase der Festspielgeschichte verbunden ist: Die Inszenierung von Christof Loy entstand für die Salzburger Festspiele 2020, die unter den strengen Bedingungen der Corona-Pandemie stattfanden.
Die damalige Produktion war geprägt von den besonderen Herausforderungen einer Opernaufführung in Zeiten von Abstandsregeln, eingeschränkten Probenbedingungen und reduzierten künstlerischen Möglichkeiten. Christof Loy konzentrierte sich deshalb besonders auf die Beziehungen der Figuren und die psychologischen Spannungen zwischen den Personen. Seine Regie lenkte den Blick auf die fragile Balance von Nähe und Distanz – ein Thema, das angesichts der gesellschaftlichen Erfahrungen jener Monate eine zusätzliche Aktualität erhielt.
Die musikalische Leitung übernimmt 2026 Joana Mallwitz, die gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern Mozarts feinsinnige Partitur zwischen heiterer Komödie und emotionalem Kammerspiel gestaltet. Die Besetzung wird von Sopranistin Elsa Dreisig als Fiordiligi, Bariton Andrè Schuen als Guglielmo sowie Mezzosopranistin Lea Desandre als Despina angeführt. Sie zählen zu den profiliertesten Mozart-Interpreten ihrer Generation und prägen den musikalischen Charakter dieser Produktion.
Die ursprüngliche Salzburger Aufführung wurde von der internationalen Kritik insbesondere für ihre konzentrierte Figurenzeichnung, die klare Personenführung und die musikalische Geschlossenheit gelobt. Für die Wiederaufnahme werden zudem jene Arien wieder in die Aufführung integriert, die 2020 aufgrund der pandemiebedingten Fassung entfallen mussten. Damit erhält die Produktion ihre vollständige musikalische Gestalt.
Mit der Rückkehr von Christof Loys präziser Mozart-Deutung, Joana Mallwitz am Dirigentenpult und einer hochkarätigen Besetzung erinnert „Così fan tutte“ zugleich an eine besondere Salzburger Festspielausgabe und zeigt, wie eng Oper, gesellschaftliche Erfahrungen und die Bedingungen ihrer Aufführung miteinander verbunden sein können.