26. August 2026
Sonya Yoncheva und David Garrett erstmals gemeinsam auf der Bühne in Sofia
Opernstar Sonya Yoncheva und Geiger David Garrett treffen beim „Gala in Sofia“ erstmals künstlerisch aufeinander. Die „Blue Night“ am 27. August verbindet Puccini, Paganini und Händel mit Musik von Queen, Taylor Swift und The Weeknd.

Mainz/Sofia - Sonya Yoncheva und David Garrett stehen am 27. August 2026 erstmals gemeinsam auf einer Bühne. Beim Festival „Gala in Sofia“ treffen die bulgarische Sopranistin und der international bekannte Geiger auf dem Alexander-Newski-Platz im Zentrum der bulgarischen Hauptstadt aufeinander. Unter dem Titel „Blue Night“ verbindet der Abend klassische Musik, Crossover und populäre Songs. Das Orchester der Sofia Opera spielt unter der Leitung von Leonardo Sini.
Die Begegnung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Yoncheva und Garrett aus unterschiedlichen musikalischen Welten kommen. Yoncheva gehört zu den international etablierten Sopranistinnen und hat sich insbesondere mit Partien des italienischen Repertoires einen Namen gemacht. Garrett wiederum verbindet seit Jahren klassische Violinliteratur mit Rock, Pop und Filmmusik. In Sofia treffen diese beiden künstlerischen Profile bewusst aufeinander.
Das Programm reicht von Paganini, Bizet und Händel bis zu Queen, Taylor Swift, The Weeknd und Edith Piaf. Auch bulgarische Folklore ist vorgesehen. Damit entsteht kein gewöhnliches Opern- oder Sinfoniekonzert, sondern ein Abend, an dem unterschiedliche musikalische Sprachen unmittelbar aufeinandertreffen. Klassische Themen werden in neue Arrangements überführt, während bekannte Popmelodien in den Klang eines großen Orchesters eingebettet werden.
Für Yoncheva ist das Konzert Teil eines Festivals, das sie mit ihrer Produktionsfirma SY11 Events veranstaltet. „Gala in Sofia“ findet 2026 erstmals in einer dreiteiligen Ausgabe statt. Nach einem elektronisch geprägten Auftakt mit dem französischen DJ und Produzenten Charles B und einer konzertanten Tosca mit Yoncheva und Jonas Kaufmann am 25. August bildet die „Blue Night“ mit Garrett den Abschluss.
Auch der Spielort unterstreicht den öffentlichen Charakter des Festivals. Der Alexander-Newski-Platz verwandelt sich für die drei Abende in eine große Freiluftbühne vor der markanten Kathedrale. Oper, klassische Musik, elektronische Klänge und Crossover treffen damit nicht im abgeschlossenen Konzertsaal, sondern mitten im historischen Zentrum Sofias aufeinander.
Dass Garrett überhaupt Teil des Festivals ist, geht auf eine kurzfristige Umbesetzung zurück. Ursprünglich war der Cellist Hauser für das Crossover-Konzert vorgesehen. Nach dessen Absage übernahm Garrett den Termin und wurde damit zum musikalischen Partner Yonchevas bei der „Blue Night“.
Die musikalische Leitung übernimmt Leonardo Sini, der auch für seine Arbeit im italienischen Verismo-Repertoire bekannt ist. Mit dem Orchester der Sofia Opera steht zudem ein Klangkörper auf der Bühne, der die unterschiedlichen musikalischen Stile des Abends miteinander verbinden soll.
Nach der konzertanten Tosca mit Yoncheva und Kaufmann setzt „Gala in Sofia“ damit einen bewussten Kontrapunkt. Nicht die große Opernpartie steht im Mittelpunkt, sondern die Begegnung zweier international bekannter Künstler, deren Repertoires sich zwischen klassischer Tradition und populärer Musik bewegen.
Wenn Sonya Yoncheva und David Garrett am 27. August auf dem Alexander-Newski-Platz zusammentreffen, wird Sofia für einen Abend zum Schauplatz eines musikalischen Dialogs zwischen Opernstimme, Violine, Orchester und Popkultur.