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26. August 2026

Starbesetzung zum Saisonauftakt: Grigorian, Beczała, Flórez und Tézier eröffnen die Wiener Staatsoper

Vier international gefragte Opernstimmen versammeln sich zum Saisonauftakt der Wiener Staatsoper: Asmik Grigorian, Piotr Beczała, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier gestalten das große Eröffnungskonzert im Wiener Burggarten.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Nach Salzburg nun auch in Wien zu erleben: Asmik Grigorian
Nach Salzburg nun auch in Wien zu erleben: Asmik Grigorian | © Seskaitis

Mainz/Wien - Die Wiener Staatsoper eröffnet die Spielzeit 2026/27 mit einem prominent besetzten Opern Air: Am 6. September 2026 stehen Asmik Grigorian, Piotr Beczała, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier gemeinsam auf der Bühne im Wiener Burggarten. Dirigent Axel Kober leitet das Orchester der Wiener Staatsoper. Für einen Abend wird der traditionsreiche Park damit zur Freiluftbühne des Hauses.

Die vier Solisten stehen für unterschiedliche Facetten des internationalen Opernrepertoires. Asmik Grigorian bringt unter anderem Bizets Carmen, Tschaikowskis Pique Dame und Puccinis Manon Lescaut in das Programm ein. Piotr Beczała verbindet Wagner mit dem italienischen Repertoire, während Juan Diego Flórez mit Bellini, Donizetti und Bizet Partien singt, die seinen Ruf als einer der profiliertesten Belcanto-Tenöre seiner Generation geprägt haben. Ludovic Tézier widmet sich dem Verdi-Fach und präsentiert unter anderem Ausschnitte aus Un ballo in maschera, Macbeth und Falstaff.

Musikalisch spannt das Konzert einen weiten Bogen durch das Opernrepertoire. Rossinis Ouvertüre zu Guillaume Tell steht ebenso auf dem Programm wie Szenen aus Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, Bizets Carmen, Puccinis Madama Butterfly und Turandot, Verdis Macbeth und Falstaff sowie Donizettis La fille du régiment. Arien, Duette und Chorszenen wechseln einander ab und fügen sich zu einem abwechslungsreichen Panorama des europäischen Opernrepertoires.

Besondere Spannung verspricht das Zusammentreffen der vier unterschiedlichen Stimmen und künstlerischen Profile. Auf die dramatische Präsenz Grigorians trifft der lyrische und belcantistische Zugriff von Flórez. Beczała bringt das heldische Tenorfach mit Wagner und Verdi ein, während Tézier das Programm um markante Baritonpartien von Verdi ergänzt. Der Chor der Wiener Staatsoper und die Opernschule wirken ebenfalls an den groß besetzten Szenen mit.

Auch der Spielort verleiht dem Saisonauftakt eine besondere Note. Statt im traditionsreichen Zuschauerraum am Ring findet das Konzert unter freiem Himmel im Burggarten statt. Der Eintritt ist frei. Damit präsentiert sich die Wiener Staatsoper zum Beginn der neuen Spielzeit nicht nur mit einem international renommierten Solistenensemble, sondern öffnet sich zugleich dem Publikum außerhalb ihres angestammten Opernhauses.

Der Reiz des Abends liegt dabei nicht allein in der Prominenz der Besetzung, sondern vor allem in der Begegnung ihrer unterschiedlichen stimmlichen und musikalischen Profile. Wenn Grigorian, Beczała, Flórez und Tézier zum Auftakt der neuen Saison gemeinsam auf der Bühne stehen, verbindet sich internationales Opernformat mit einem außergewöhnlichen Wiener Spielort – und die Staatsoper trägt die Oper für einen Abend vom Ring hinaus in den Burggarten.