3. September 2026
Von Dresden nach Europa: Die Staatskapelle Dresden startet mit Daniele Gatti zur Tournee
Nur wenige Tage nach dem Auftakt der neuen Konzertsaison verlässt die Sächsische Staatskapelle Dresden ihre Heimatstadt und geht vom 5. bis 13. September auf Europatournee. Chefdirigent Daniele Gatti führt das Orchester nach Redefin, Ljubljana, Verona, Meran, Künzelsau und Wrocław. Mit dabei ist die italienische Pianistin Beatrice Rana.

Mainz/Dresden - Die neue Konzertsaison der Sächsischen Staatskapelle Dresden führt das Orchester schon wenige Tage nach dem Saisonauftakt auf eine Europatournee. Vom 5. bis 13. September 2026 gastiert die Staatskapelle unter der Leitung ihres Chefdirigenten Daniele Gatti an sechs Spielorten in Deutschland, Slowenien, Italien und Polen. Auf dem Programm stehen Gustav Mahlers Sechste Sinfonie sowie ein zweites Programm mit Ludwig van Beethovens Egmont-Ouvertüre, seinem Vierten Klavierkonzert und Johannes Brahms’ Zweiter Sinfonie. Als Solistin des Beethoven-Klavierkonzerts ist die italienische Pianistin Beatrice Rana dabei.
Der Auftakt findet am 5. September um 16 Uhr im Landgestüt Redefin bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern statt. Dort erklingt das Beethoven-Brahms-Programm mit Beatrice Rana am Klavier. Am 7. September folgt im Cankarjev Dom in Ljubljana Mahlers Sechste Sinfonie. Anschließend gastiert die Staatskapelle am 8. und 9. September zweimal im Teatro Filarmonico in Verona. Am ersten Abend steht Mahler auf dem Programm, am zweiten Beethoven und Brahms mit Beatrice Rana. Nach dem Konzert beim Merano Festival am 10. September geht es am 12. September zum Carmen Würth Forum nach Künzelsau. Die Tournee endet am 13. September mit Mahlers Sechster Sinfonie im National Forum of Music in Wrocław.
Damit umfasst die Reise sechs Spielorte und sieben Konzerte. Verona bildet mit zwei unterschiedlichen Programmen den Mittelpunkt der Tournee. Während Mahler die Stationen Ljubljana, Verona und Wrocław verbindet, wird das Beethoven-Brahms-Programm mit Beatrice Rana in Redefin, Verona, Meran und Künzelsau gespielt.
Musikalisch stehen zwei sehr unterschiedliche Programme im Mittelpunkt. Mahlers Sechste Sinfonie in a-Moll gilt als eines seiner konzentriertesten und dramatischsten sinfonischen Werke. Sie entstand zwischen 1903 und 1904 und führt das Orchester ohne Beteiligung von Gesang oder Soloinstrumenten durch eine außergewöhnlich spannungsreiche musikalische Architektur. In Ljubljana, Verona und Wrocław übernimmt Gatti mit der Staatskapelle dieses reine Orchesterprogramm.
Die zweite Programmlinie stellt Beethoven und Brahms gegenüber. Auf Beethovens Egmont-Ouvertüre op. 84 folgt das Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 mit Beatrice Rana. Den Abschluss bildet Brahms’ Zweite Sinfonie D-Dur op. 73. Die Kombination verbindet Beethovens klassisches Konzertrepertoire mit der sinfonischen Tradition des 19. Jahrhunderts, die Brahms zugleich fortführt und weiterentwickelt.
Für Gatti ist die Tournee Teil seiner Arbeit mit der Dresdner Staatskapelle, deren Chefdirigent er seit der Saison 2024/25 ist. Bereits am 30. August sowie am 31. August und 1. September dirigierte er in der Semperoper die Sechste Sinfonie von Mahler und eröffnete damit die Spielzeit 2026/27 der Staatskapelle. Die Konzerte sind zugleich Teil des von Gatti initiierten ersten vollständigen Mahler-Sinfonienzyklus in der Geschichte des Dresdner Orchesters. Die Sechste begleitet ihn damit unmittelbar vom Saisonauftakt in Dresden auf die anschließende Europatournee.
Mit Beatrice Rana reist eine Pianistin mit, die bereits zu den international etablierten Interpretinnen ihrer Generation zählt. Im Vierten Klavierkonzert begegnet Beethovens Klavierpart dem Orchester in einem ungewöhnlich engen musikalischen Dialog. Das Werk unterscheidet sich damit deutlich vom Typus des virtuosen Solokonzerts, bei dem das Orchester vor allem den Rahmen für die Brillanz des Solisten bildet.
Die Route führt die Staatskapelle durch unterschiedliche musikalische Landschaften: vom historischen Landgestüt in Redefin über das Ljubljana Festival und das traditionsreiche Teatro Filarmonico in Verona bis zum Kursaal in Meran, dem Carmen Würth Forum in Künzelsau und dem National Forum of Music in Wrocław. Gerade die Verbindung von Festivalauftritten und großen Konzertsälen macht die Tournee zu einem konzentrierten europäischen Gastspiel des Dresdner Orchesters.
Dabei steht die Tournee zugleich für zwei Seiten der musikalischen Arbeit der Staatskapelle: Mahler knüpft unmittelbar an Gattis Dresdner Zyklus an, während Beethoven und Brahms ein zweites, klassisch-romantisches Programm bilden, das durch Beatrice Rana um eine solistische Perspektive erweitert wird. Das Orchester präsentiert damit innerhalb von neun Tagen zwei unterschiedliche musikalische Profile an sechs europäischen Spielorten.
Wenn die Staatskapelle Dresden am 13. September in Wrocław ihr letztes Tourneekonzert spielt, liegen sieben Konzerte an sechs Spielorten hinter ihr. Die Reise führt ein Programm weiter, das unmittelbar an den Saisonauftakt in Dresden anschließt und Mahler, Beethoven und Brahms unter der Leitung von Daniele Gatti miteinander verbindet.