29. September 2026
Anna Netrebko als Abigaille: Verdis „Nabucco“ im Dezember in Berlin
Anna Netrebko übernimmt im Dezember an der Staatsoper Unter den Linden erneut die Abigaille in Giuseppe Verdis „Nabucco“. Vier Vorstellungen stehen auf dem Spielplan, dirigiert von Simone Young und in der Inszenierung von Emma Dante.

Mainz/Berlin - Mit Giuseppe Verdis Nabucco kehrt im Dezember eine der dramatisch zugespitzten frühen Opern des Komponisten an die Staatsoper Unter den Linden zurück. Im Zentrum steht Anna Netrebko als Abigaille, eine Partie zwischen schneidender Entschlossenheit, Machtwillen und hochdramatischen vokalen Ausbrüchen. Netrebko singt die Rolle am 14., 17., 20. und 22. Dezember 2026. Simone Young dirigiert, Emma Dante inszeniert.
Verdi erzählt in Nabucco von Herrschaft, Gefangenschaft und religiösem Konflikt. Abigaille greift unmittelbar in den Machtkampf ein und versucht, den babylonischen Thron an sich zu ziehen. Ihre Musik verlangt deshalb nicht nur vokale Durchsetzungskraft, sondern auch extreme Wechsel zwischen Entschlossenheit, Aggression und verletzlichen Momenten.
In Berlin trifft Netrebko auf Amartuvshin Enkhbat beziehungsweise Ariunbaatar Ganbaatar als Nabucco, Roberto Tagliavini als Zaccaria, Marina Prudenskaya als Fenena und Fabio Sartori als Ismaele. Bühne und Kostüme stammen von Carmine Maringola und Vanessa Sannino; Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin wirken ebenfalls mit.
Gerade die Verbindung von Verdis frühem, stark vom Chor geprägtem Opernton mit der dominanten Abigaille prägt das Stück. In großen Ensembles und Konfliktszenen wird sie immer wieder zur treibenden Kraft des Dramas. Die Berliner Serie konzentriert diese Spannung auf vier Vorstellungen, die musikalisch von Simone Young geleitet werden.
An den ersten beiden Abenden, am 14. und 17. Dezember, ist Amartuvshin Enkhbat als Nabucco an Netrebkos Seite zu erleben. Am 20. und 22. Dezember übernimmt Ariunbaatar Ganbaatar die Partie. Der 22. Dezember bildet zugleich die letzte Nabucco-Vorstellung dieser Spielzeit an der Staatsoper.
Mit Abigaille übernimmt Netrebko damit eine der anspruchsvollsten frühen Verdi-Partien: eine Figur, deren Streben nach Macht immer wieder von persönlichen Verletzungen und emotionalen Extremen durchbrochen wird. Ihre vier Vorstellungen bilden einen markanten Schwerpunkt im Dezember-Spielplan der Staatsoper.