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1. Oktober 2026

Gounods „Faust“ kehrt nach Mailand zurück: Neue Produktion an der Scala

Nach 16 Jahren kehrt Charles Gounods „Faust“ an die Mailänder Scala zurück. Die neue Produktion von Johannes Erath verbindet die französische Oper mit einem internationalen Koproduktionsprojekt; Daniele Rustioni dirigiert, Marina Rebeka singt Marguerite.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Die Mailänder Scala
Die Mailänder Scala | © Graham Grami

Mainz/Mailand - Am 20. Oktober kehrt Charles Gounods Faust nach langer Abwesenheit auf die Bühne des Teatro alla Scala zurück. Zuletzt war die Oper dort 2010 zu sehen. Die neue Produktion entsteht in Koproduktion mit dem Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, der Staatsoper Unter den Linden und dem Teatro Real in Madrid. Bis zum 8. November sind sieben Vorstellungen angesetzt.

Im Mittelpunkt steht der Gelehrte Faust, der seine Lebensgrenzen überschreiten will und durch Méphistophélès in eine Welt aus Verführung, Liebe und Schuld gerät. Gounods Musik verbindet weit gespannte Melodien mit einer unmittelbar theatralischen Dramaturgie. Besonders Marguerite wird zur Figur, an der sich die private Liebesgeschichte und die zerstörerischen Folgen von Fausts Entscheidung bündeln.

Marina Rebeka übernimmt die Marguerite, Alex Esposito singt Méphistophélès, Vittorio Grigolo den Faust. Am 29. Oktober übernimmt Ekaterina Bakanova die Marguerite; Julien Dran ist am 29. Oktober und 5. November als Faust zu erleben.

Am Pult steht Daniele Rustioni. Für den Dirigenten ist die Produktion eine Rückkehr an die Scala: Zuletzt dirigierte er dort 2014 Verdis Il trovatore. Zugleich steht seine Amtszeit als Principal Conductor der Opéra de Lyon vor dem Ende. Mit Gounods französischem Repertoire kehrt Rustioni damit nach zwölf Jahren nach Mailand zurück.

Die szenische Leitung übernimmt Johannes Erath, der mit Faust sein Scala-Debüt gibt. Erath ist ausgebildeter Musiker; seine Produktion von Rossinis Ermione beim Rossini Festival 2024 wurde mit dem italienischen Abbiati-Preis für die beste Produktion ausgezeichnet. Bühne und Räume gestaltet Heike Scheele, die Kostüme Gesine Völlm.

Mit Faust verbindet die Scala damit die Rückkehr eines lange abwesenden französischen Repertoirewerks mit einer neuen internationalen Koproduktion. Rustioni kehrt an das Haus zurück, Erath debütiert als Regisseur, und die Besetzung um Rebeka, Grigolo und Esposito stellt die drei zentralen Figuren des Dramas in den Mittelpunkt.